Sinnlosigkeit der DEL-Konstruktion

Die Kölner Haie sind in den Playoffs gegen die Eisbären Berlin ausgeschieden. Das Lamento ist groß. Wie konnten die Haie in der regulären Spielrunde Erster werden und in den Playoffs gegen den Siebten ausscheiden? Manche unterstellen einen Nachteil der Haie, weil das erste Spiel in Berlin stattfand. Vielleicht. Andere monieren die mangelhafte Form der Haie in den Playoffs. Auch da dürfte etwas dran sein. Aber all das ist nicht entscheidend.

Entscheidend ist die Sinnlosigkeit der DEL-Konstruktion. Alle Teams spielen regulär 52 Spiele. Offensichtlich sind die Eisbären Berlin eines der stärksten Teams. Das hält sie nicht davon ab, in den 52 Spielen der regulären Spielrunde mäßige Leistungen zu bringen. Man könnte sagen: Doofe Eisbären! Das Gegenargument: Kluge Eisbären! Denn offensichtlich genügt es ihnen, in der regulären Spielrunde so zu performen, dass sie sich für die Playoffs qualifizieren. Denn genau da müssen sie performen und tun es auch.

Daraus resultiert eine harte Erkenntnis. Nehmen wir den 38. Spieltag. Die Eisbären Berlin spielen bei den Iserlohn Roosters. Die Roosters gewinnen 4:3. Welche Bedeutung hat dieses Spiel? Die Antwort: 0. Es ist egal, wie das Spiel ausgeht. Egal ist auch, ob und wie stark man sich anstrengt. Im Kern ist die gesamte reguläre Spielrunde aus 52 Spielen ziemlich belanglos. Denn es kommt nur darauf an, sich für die Playoffs zu erreichen und dort stark genug zu sein, um sich gegen andere Teams durchzusetzen.

Wenn das aber so ist, müsste sich die Kritik gegen diese sinnlose Konstruktion richten. Gegen wen ein starkes Team in den Playoffs spielt und ob es ein Heimspiel mehr oder weniger als der Gegner hat, ist weitgehend bedeutungslos. Bedeutsam ist nur die Qualifikation für die Playoffs. Eine reguläre Spielrunde aber, deren einzig relevantes Resultat ist, ob ein Team unter den besten 10 Teams landet und sich für die Playoffs qualifiziert, gehört abgeschafft.

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