Moonfall

2022: Odyssee im Weltraum, so könnte man Lothar Emmerichs neuestes Werk „Moonfall“ titulieren.

Rührt man nämlich den Herzschmerz von Rosamunde-Pilcher-Filmen, die raffinierten Dialoge von Traumschiff-Folgen, Aliens wie bei Ridley Scott, Todessterne wie bei Star Wars, Weltraumbilder wie bei Interstellar, Dilemmata wie bei Saw, Alternativwelten wie bei Matrix und das Schicksal eines verkannten Genies wie bei WarGames mit dem schwarzen Faden der Zusammenhanglosigkeit, den Homerschen Lotophagen und der Vergilschen These „Omnia vincit amor“ zusammen, erhält man einen Brei, der nur 2,5 Stunden zur Anrichtung bedarf, aber den Überlebenden eines Super-GAU 2,5 Wochen zum Überleben sichert.

Immerhin, sage ich. Denn man hat Gelegenheit, über vieles nachzudenken, und wird zugleich unterhalten. Kein Zweifel: So etwas wie Moonfall ist Stanley Kubrick noch nicht gelungen. Emmerich ist der Meister seines Fachs, da er wieder einmal instinktiv die Lage gepeilt und den richtigen Winkel gewählt hat.

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