Ich bin mir nicht sicher, aber mein Eindruck ist: Wer als Linker Neutralität proklamiert in dem Konflikt, in dem die Ukraine erstens von Russland angegriffen wird und diesem zweitens unterlegen ist, der stellt sich de facto an die Seite von Putins Russland.
Wer hingegen als Linker möchte, dass die angegriffene Ukraine die Möglichkeit hat, sich gegen den widerrechtlichen Angriff Russlands zu verteidigen, der müsste nicht nur blau-gelbe Farben vorzeigen und hinter den Kulissen diplomatisch daran mitwirken, dass Gespräche zwischen UKR und RUS wieder aufgenommen werden.
Ein solcher Linker müsste sich, trotz richtiger Kritik an der ukrainischen Regierung, für etwas entscheiden, was Linke bislang nicht im Repertoire haben, nämlich Waffen an die Ukraine zu liefern und harte Sanktionen gegen Russland zu verhängen.
Sicher bin ich mir nicht, aber mir schwant, dass es so sein könnte.
Ich bin Alexander Recht, geboren am 01.10.1970 in Köln, wohnhaft in Köln. Ich habe in Köln BWL und Wirtschaftspädagogik studiert und in Düsseldorf mein Referendariat absolviert, bin daher Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer mit Erstem und Zweitem Staatsexamen.
Von Beruf bin ich Abteilungsleiter und Studiendirektor an einem kaufmännischen Berufskolleg in Köln und unterrichte dort seit 2005 die Fächer VWL, BWL, Rechnungswesen, Steuerung und Kontrolle, Controlling, Einzelhandelswirtschaftslehre, Immobilienwirtschaftslehre, Allgemeine Wirtschaftslehre, Wirtschaft und Beruf, Wirtschaft/Soziales/Beruf, Kaufmännische Mathematik und Politik.
Von 2001 bis 2005 habe ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am VWL-Lehrstuhl für Makroökonomie an der RWTH Aachen zu den Schwerpunkten Allgemeine Makroökonomie, Spezielle Makroökonomie, Konjunktur und Wachstum, Außenwirtschaft, Dogmengeschichte gearbeitet.
Politisch war ich von 1990 bis 2005 in der SPD aktiv, darunter von 1996 bis 2001 als Vorsitzender der Kölner Jungsozialisten in der SPD. Von 2005 bis 2007 war ich Mitglied der WASG, einer der beiden Vorläuferparteien der Partei DIE LINKE, zu deren Gründungsmitgliedern ich 2007 gehörte und in der ich bis heute aktiv bin.
Ökonomietheoretisch bin ich heute nicht mehr eindeutig festgelegt, aber ich komme aus einer Richtung, die einerseits an der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie und andererseits an der Keynesschen Theorie, am Keynesianismus mit seinen verschiedenen Spielarten und am Postkeynesianismus anknüpft.
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