19. Juni 2022: „Der Rassemblement National erreicht nach ersten Schätzungen ein historisches Ergebnis von 89 Sitzen, was der rechtsextremen Partei ermöglicht, Misstrauensanträge (ab 56 Abgeordneten) zu stellen und den Verfassungsrat mit Gesetzestexten zu befassen (ab 60 Abgeordneten).“ (Le Monde, meine Übersetzung)
Es gibt zwei wichtige Aufgaben aller nicht-rechten Parteien und somit auch der Linken in Europa. Einerseits muss erklärt werden, warum der Anteil der Rechten und die Wahlenthaltung im Trend steigen. Andererseits muss eine Idee entwickelt werden, was zu tun ist, damit dieser Trend umgekehrt wird.
Ich möchte die Wahl rechter Parteien und auch Wahlenthaltung keineswegs gutheißen. Im Gegenteil: Mich stören rechte Erfolge sehr, und Wahlenthaltung finde ich ein Problem.
Aber selbstgerecht nur mit dem Zeigefinger auf Wähler rechter Parteien und Nichtwähler zu zeigen – das reicht eben nicht. Alle nicht-rechten Parteien sollten sich vielmehr selbst fragen, inwiefern sie mit ihrer Programmatik und Performance dazu beitragen, dass die Ergebnisse so sind, wie sie sind.
Ich bin Alexander Recht, geboren am 01.10.1970 in Köln, wohnhaft in Köln. Ich habe in Köln BWL und Wirtschaftspädagogik studiert und in Düsseldorf mein Referendariat absolviert, bin daher Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer mit Erstem und Zweitem Staatsexamen.
Von Beruf bin ich Abteilungsleiter und Studiendirektor an einem kaufmännischen Berufskolleg in Köln und unterrichte dort seit 2005 die Fächer VWL, BWL, Rechnungswesen, Steuerung und Kontrolle, Controlling, Einzelhandelswirtschaftslehre, Immobilienwirtschaftslehre, Allgemeine Wirtschaftslehre, Wirtschaft und Beruf, Wirtschaft/Soziales/Beruf, Kaufmännische Mathematik und Politik.
Von 2001 bis 2005 habe ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am VWL-Lehrstuhl für Makroökonomie an der RWTH Aachen zu den Schwerpunkten Allgemeine Makroökonomie, Spezielle Makroökonomie, Konjunktur und Wachstum, Außenwirtschaft, Dogmengeschichte gearbeitet.
Politisch war ich von 1990 bis 2005 in der SPD aktiv, darunter von 1996 bis 2001 als Vorsitzender der Kölner Jungsozialisten in der SPD. Von 2005 bis 2007 war ich Mitglied der WASG, einer der beiden Vorläuferparteien der Partei DIE LINKE, zu deren Gründungsmitgliedern ich 2007 gehörte und in der ich bis heute aktiv bin.
Ökonomietheoretisch bin ich heute nicht mehr eindeutig festgelegt, aber ich komme aus einer Richtung, die einerseits an der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie und andererseits an der Keynesschen Theorie, am Keynesianismus mit seinen verschiedenen Spielarten und am Postkeynesianismus anknüpft.
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