CCAA und Strukturwandel in BO

Wir befinden uns im Jahre 2022 n. Chr. CCAA ist von Touristen, Gästen und Kölnern belegt. Von allen Kölnern? Nein! Ein beugsamer Kölner hört nicht auf, bisweilen CCAA tageweise zu verlassen. Und das Leben ist nicht leicht für einen Kölner, der sich vornimmt, in den Ruhrpott zu fahren.

Kölle ist nämlich proppenvoll, etliche wollen zum CSD, andere möchten sich eine eiserne Jungfrau im Stadion anschauen, weitere möchten an die Rheintreppen, wieder andere möchten Kultur und Libertinage in den babylonischen Kunst- und Lusttempeln von CCAA genießen.

Ich finde das toll. Anders als jene, die mit Lärm, Verkehr und Fülle hadern, mag ich es nämlich, to „wake up in a city that never sleeps“ (Sinatra).

Ich wäre gerne nach gestern ein weiteres Mal als 100%-Hetero zu den CSD-Kulturangeboten gegangen. Auch hätte ich mir gerne erneut Iron Maiden mit Eddie und Bruce Dickinson in Montur angeschaut, der seine Band höchstselbst zu den Auftrittsorten fliegt. Und eine babylonische Party ist auch etwas Feines.

Doch ich besuche heute eine gute Freundin – tief im Westen, wo die Sonne ergraut, aber östlich von Köln. 😉


Natürlich „verstaubt“ sie bei Herbert G., die Sonne. In Bochum gibt es aber 2021 kein Bergwerk mehr, und auch 2002 schon haben dort keinerlei Menschen mehr gearbeitet. Der Strukturwandel hat also zwischen den 80ern und dem neuen Jahrtausend heftig stattgefunden. Darauf wollte ich hinaus, und daher rührt die Formulierung „wo die Sonne ergraut“.

Übrigens ist der Strukturwandel auch in den letzten 20 Jahren beeindruckend, siehe nachfolgende Grafik zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bochum nach Wirtschaftsbereichen im Vergleich zwischen 2002 und 2021.


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