„Wilde Horde“: Logik geht anders

Die FC-Ultragruppe „Wilde Horde“ schreibt 2021:

„Dabei beweisen gerade eine ganze Reihe von Vereinen in Deutschland, wie Investoreneinstiege in die Hose gehen und dem jeweiligen Verein nachhaltig schaden. Wir vertreten seit Jahren eine klare Haltung zum Thema Anteilsverkäufe. An dieser Haltung hat sich nichts geändert. Anteilsverkäufe sind für uns inakzeptabel und strikt abzulehnen!“

So weit, so korrekt.

Doch dieselbe „Wilde Horde“ schreibt 2022:

„Quand t’entends Horde y’a Supras qui va avec“ = „Quand tu entends Horde, il y a Supras qui va avec“ = „Wenn du die Horde hörst, gibt es (stets) Supras, die mitgehen.“

Für wen trommeln die Ultras von „Supras Auteuil“? Für PSG, der erst 1970 gegründet wurde und damals im Stile von RB Leipzig als Neugründung einfach den Platz eines anderen Pariser Clubs einnahm, um in oberen Ligen mitspielen zu können. Wem gehört PSG? Den Mitgliedern? Nein. PSG gehörte erst dem Mäzen Daniel Hechter, dann dem Mäzen Francis Borelli, dann dem Investmentfonds Colony Capital. Seit 2011 gehört PSG der Investorengruppe Qatar Sports Investments.

Ich sag’s mal so: Logik geht anders.


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