Da singt einer, er habe jeden Schritt vorsichtig geplant, so wie nach Planquadrat, und das nach eigenem Gusto und auf eigene Art. Was er habe tun müssen, habe er ausnahmslos auch durchgezogen. Auch sonst durchzieht den Text eine stolze Portion Selbstbewusstsein und ganz viel „ich“ und „mich“ und „mein“.
Kontrastiert wird die Egozentrik des lyrischen Ichs durch eine immer mal wieder durchschimmernde Infragestellung des eigenen Ichs: Zweifel, eingeräumte Überhebung, Bedauern, Tränen und Niederlagen. Doch es ist comme d’habitude beim Pfeifen im Walde: Am Ende betont der Protagonist, die Zweifel stets überwunden zu haben.
Zweifel und Überhebung: wurden verspeist und ausgespuckt. Bedauern: gab es zu wenig, um erwähnt zu werden. Tränen und Niederlagen: sind im Nachhinein nur amüsant. Am Ende wähnt sich das lyrische Ich also groß und standhaft gegenüber den Unbilden des Lebens.
Interessanterweise spiegelt der Text des Liedes seine eigene Entstehungsgeschichte wider. Ansinnen des Texters Paul Anka war es nämlich, mit den Lyrics sowohl die Mentalität einer ichbezogenen Generation abzubilden als auch das Gebaren des Sängers Frank Sinatra zu skizzieren, der sich mit seinen Freunden darin gefallen habe, wie ein Mafioso zu reden, obwohl er in Wirklichkeit Angst vor seinem eigenen Schatten gehabt habe. Daher war Anka klar: Sinatra müsse statt seiner den Text singen.
Erstaunlich könnte man finden, dass dieser angeblich aufs eigene Ich bedachte Sinatra den Song bis zum Ende seiner Karriere mehr als tausend Mal zumeist als Schlusslied besungen hat, obwohl er den Text doch selbst als selbstsüchtig und selbstverliebt ansah. Womöglich ist es aber doch nicht erstaunlich, sondern nur Ausdruck der uns begleitenden widersprüchlichen Melange aus Selbstbezüglichkeit und Selbstzweifel.
Wir tun so, als trotzten wir den Dingen und wären standhaft und groß, aber in Wahrheit hadern wir mit uns, kippen oft um und sind in der Welt als ganzer doch ganz schön klein.