Es war das Jahr 2011. Griechenland hatte zunehmende Probleme, sich zu akzeptablen Zinsen an den Finanzmärkten zu finanzieren.
Es waren angekündigte und durchgeführte Anleihekaufprogramme der EZB sowie Finanzstabilisierungsfazilitäten der Eurozone, die Griechenlands Liquiditätsprogramme letztlich behoben. Das Problem: Diese per se richtigen europäischen Liquiditätshilfen für Griechenland wurden unter fatalen Konditionen gewährt. Denn diese Konditionen waren einer Austeritätspolitik verpflichtet, sozialpolitisch grausam und ökonomisch kontraproduktiv.
Wie lautete damals die Linie eines Teils der Partei Die LINKE unter der Führung von Sahra Wagenknecht? Wagenknecht und ihre Freunde kritisierten einerseits zu Recht die austeritätsorientierten Konditionen. Andererseits kritisierten sie aber zu Unrecht die Liquiditätshilfen als solche und forderten stattdessen eine m.E. in die falsche Richtung gehende Kombination aus Schuldenschnitt sowie ordoliberal inspirierten Bankenkonkursen und Gläubigerhaftungen.
Aus diesem Grunde formulierte ich 2011 ff. zwei Texte:
Für die damalige SL Köln verfasste ich eine Broschüre mit meiner Kritik an der von Wagenknecht geprägten Linie.
Zudem erarbeitete ich einen Folienvortrag mit meiner Sicht der Ursachen der Griechenland-Krise.
Viel Spaß beim Download und der Lektüre von Texten, die schon mehr als 10 Jahre hinter uns liegen.
Ich bin Alexander Recht, geboren am 01.10.1970 in Köln, wohnhaft in Köln. Ich habe in Köln BWL und Wirtschaftspädagogik studiert und in Düsseldorf mein Referendariat absolviert, bin daher Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer mit Erstem und Zweitem Staatsexamen.
Von Beruf bin ich Abteilungsleiter und Studiendirektor an einem kaufmännischen Berufskolleg in Köln und unterrichte dort seit 2005 die Fächer VWL, BWL, Rechnungswesen, Steuerung und Kontrolle, Controlling, Einzelhandelswirtschaftslehre, Immobilienwirtschaftslehre, Allgemeine Wirtschaftslehre, Wirtschaft und Beruf, Wirtschaft/Soziales/Beruf, Kaufmännische Mathematik und Politik.
Von 2001 bis 2005 habe ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am VWL-Lehrstuhl für Makroökonomie an der RWTH Aachen zu den Schwerpunkten Allgemeine Makroökonomie, Spezielle Makroökonomie, Konjunktur und Wachstum, Außenwirtschaft, Dogmengeschichte gearbeitet.
Politisch war ich von 1990 bis 2005 in der SPD aktiv, darunter von 1996 bis 2001 als Vorsitzender der Kölner Jungsozialisten in der SPD. Von 2005 bis 2007 war ich Mitglied der WASG, einer der beiden Vorläuferparteien der Partei DIE LINKE, zu deren Gründungsmitgliedern ich 2007 gehörte und in der ich bis heute aktiv bin.
Ökonomietheoretisch bin ich heute nicht mehr eindeutig festgelegt, aber ich komme aus einer Richtung, die einerseits an der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie und andererseits an der Keynesschen Theorie, am Keynesianismus mit seinen verschiedenen Spielarten und am Postkeynesianismus anknüpft.
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