Die Bundesregierung hatte im Sommer beschlossen, zum 01. Juni die Energiesteuer für Unternehmen zu senken, um eine preisliche Entlastung der Verbraucher zu bewirken. Die Folgen: Es gab zwar eine Preissenkung auch für die Endverbraucher, aber die Senkung für die Unternehmen wurde nicht gänzlich weitergegeben, so dass der Gewinn mancher Unternehmen gestiegen ist. Dies hat dazu beigetragen, dass die Forderung nach einer Übergewinnsteuer erhoben worden ist.
Daher habe ich für den VWL-Unterricht in einem Papier untersucht, wie sich Senkungen der Energiesteuer auswirken und was eine Übergewinnsteuer bewirkt. Meine Vermutung: Es gibt eine Konstellation mit teilmonopolistischem Preissetzungsspielraum der Unternehmen, linearer PAF und linearer Kostenfunktion bei schwacher Angebotselastizität und/oder starker Nachfrageelastizität im Ganzen. Durch Einführung einer Übergewinnsteuer bleibt im monopolistischen Bereich mit linearer PAF die gewinnmaximale Menge eher unverändert. Folglich ändert sich auch der gewinnmaximale Preis eher nicht. Der Gewinn nach Steuern sinkt durch den Übergewinn.
Ich bin Alexander Recht, geboren am 01.10.1970 in Köln, wohnhaft in Köln. Ich habe in Köln BWL und Wirtschaftspädagogik studiert und in Düsseldorf mein Referendariat absolviert, bin daher Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer mit Erstem und Zweitem Staatsexamen.
Von Beruf bin ich Abteilungsleiter und Studiendirektor an einem kaufmännischen Berufskolleg in Köln und unterrichte dort seit 2005 die Fächer VWL, BWL, Rechnungswesen, Steuerung und Kontrolle, Controlling, Einzelhandelswirtschaftslehre, Immobilienwirtschaftslehre, Allgemeine Wirtschaftslehre, Wirtschaft und Beruf, Wirtschaft/Soziales/Beruf, Kaufmännische Mathematik und Politik.
Von 2001 bis 2005 habe ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am VWL-Lehrstuhl für Makroökonomie an der RWTH Aachen zu den Schwerpunkten Allgemeine Makroökonomie, Spezielle Makroökonomie, Konjunktur und Wachstum, Außenwirtschaft, Dogmengeschichte gearbeitet.
Politisch war ich von 1990 bis 2005 in der SPD aktiv, darunter von 1996 bis 2001 als Vorsitzender der Kölner Jungsozialisten in der SPD. Von 2005 bis 2007 war ich Mitglied der WASG, einer der beiden Vorläuferparteien der Partei DIE LINKE, zu deren Gründungsmitgliedern ich 2007 gehörte und in der ich bis heute aktiv bin.
Ökonomietheoretisch bin ich heute nicht mehr eindeutig festgelegt, aber ich komme aus einer Richtung, die einerseits an der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie und andererseits an der Keynesschen Theorie, am Keynesianismus mit seinen verschiedenen Spielarten und am Postkeynesianismus anknüpft.
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