Pet Shop Boys‘ „Dreamworld“

Zwei East End boys und ein West End girl trafen sich vorm Cinedom. Well, she’s got the brains, she’s got the looks, und auch die beiden Jungens haben sich ein wenig um brains und looks bemüht, um die Gelegenheit wahrzunehmen: nicht viel Kohle zu machen, sondern ein schönes Kinokonzert zu erleben.

Und fürwahr schön war’s. Man konnte in den Zeiten schwelgen, als sich Jungens und Mädels in den 80ern in Vorstädten trafen und spürten, how love came quickly, wie sie sich auf den Pfad von Untugend und Sünde begaben, denn whatever their fathers taught them, they didn’t believe it.

Dass es dabei auch Dramen von jealousy gab, nahm man in Kauf, und tapfer nahm man auch hin, dass es manchmal anders kam, als man hoffte: He came here looking for money and ended up leaving with love, but then she left him with nothing

So sündig das Leben in den 80ern und 90ern auch war, waren ihre Protagonisten immerhin nicht langweilig oder gelangweilt. Mag es in vielen Beziehungen auch oft um Sicherheit und darum gegangen sein, dem Partner oder der Partnerin die Miete zu zahlen – wichtiger war doch das Gefühl von Spaß, Lust, monkey business und Begehren: That’s the way life is.

Nicht immer, bisweilen aber dann doch führten Begehren und Liebe sogar eine glückliche Koexistenz: Er dachte dann dauernd an sie und sie an ihn, und wenn sie einander nicht sahen, fühlten beide: My heart starts missing a beat.

Zuweilen trotzte Musik sogar den Unbilden und Unruhen der Politik: Die Diktatur wurde in Afghanistan erzwungen, Menschen in Eurasien befanden sich am Rande der Unterdrückung, aber mit Musik wurde es schon alright, denn when everyone you had hoped would be around actually came around for the music, it’s in the music, it’s in the song, and the feeling of the warmth around us all, oh it’s so strong, it’s in the music.

Womöglich vermochten es nur die Pet Shop Boys, dem düsteren Spirit einer Welt, in der die Straßen keine Namen hatten und die Menschen Liebe erst aufbauten und dann niederbrannten, einen Kontrapunkt entgegenzusetzen: eine Welt, in der er sein Babe liebte, denn es war quite alright to warm the lonely night.


Die Zitate entstammen folgenden PSB-Songs: „West End Girls“, „Opportunities“, „Suburbia“, „Love Comes Quickly“, „It’s a Sin“, „Jealousy“, „What Have I Done to Deserve This“, „Being Boring“, „Rent“, „Monkey Business“, „Se a vida é (That’s the Way Life Is)“, „Heart“, „It’s Alright“, „Vocal“ und „Where the Streets Have No Name (I Can’t Take My Eyes Off You)“.


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